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Einführung eines integrierten Managementsystems zur Reduzierung und Vermeidung von Langsamdrehern

 

Ausgangssituation

Der Ausdruck „langsam drehender Bestand“ bezeichnet im Unternehmen Knorr-Bremse gelagerte Materialien, die eine Reichweite von mehr als 12 Monaten haben. Solch hohe Bestände haben verschiedenste Ursachen, wie zum Beispiel mangelhafte Bedarfsplanung, fehlendes Engineering Change Management, ungenaue Sicherheitsbestandsplanung etc.

 

Problemstellung

.Zu hohe Bestände haben einen negativen Einfluss auf die finanzielle Leistung des Unternehmens, indem sie zum einen eine hohe Kapitalbindung mit entsprechenden Finanzierungskosten darstellen und zum anderen unnötigen Handlingsaufwand und Platzbedarf verursachen. Desweiteren werden in einigen Ländern, u.a. Deutschland, Bestände mit zu hohen Reichweiten und/oder keinen absehbaren Bedarfen nach gewissen Regeln abgeschrieben, was die Gewinn- und Verlustrechnung zusätzlich belastet.

Es ist also im Interesse des Unternehmens, den Bestand an „Langsamdrehern“ so gering wie möglich zu halten, um die negativen finanziellen Auswirkungen so gut wie möglich zu vermeiden. Abb. 1 lässt erahnen, dass mögliche Maßnahmen zur Vermeidung von langsamdrehendem Bestand viele Abteilungen eines Unternehmens betreffen und über das reine Tagesgeschäft hinausgehen, da einige Ursachen bereits in der Produktentwicklung zu finden sind. Abb. 2 zeigt einige mögliche Ansätze zur Reduzierung des Bestands an Langsamdrehern, die in der unternehmerischen Praxis zu finden sind. Die gezeigten Ursachen und Lösungsansätze sind nicht umfassend und sollen im Rahmen des Forschungsvorhabens systematisch erarbeitet und in ein integriertes Managementsystem überführt werden.

Vorgehensweise und Zielsetzung

Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines umfassenden und integrierten Managementsystems für einen sowohl präventiven als auch reaktiven Umgang mit langsamdrehenden Beständen in der Supply Chain sowie die Applizierung des theoretischen Modells in die unternehmerische Wirklichkeit des Unternehmens Knorr-Bremse. Da der Kontext des Forschungsvorhabens ein komplexes sozio-technisches System darstellt, sollen für die Erreichung des Forschungsziels adäquate Forschungsmethoden aus den Bereichen der Aktionsforschung und des Systems Engineering eingesetzt werden. Grundsätzlich soll die Erarbeitung des theoretischen Ergebnisses und der wissenschaftlichen Innovation stets durch die Umsetzung im unternehmerischen Umfeld validiert und ergänzt werden.

 

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 Ansprechpartner

Lehrstuhl fml
Technische Universität München
Boltzmannstraße 15
D-85748 Garching

 

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Projektpartner

  • Knorr Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH, 80809 München