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Versuchsanlage für Hochleistungs-Schneckenförderer

Im Jahr 1996 ging der Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik der Technischen Universität München eine Forschungskooperation mit der Krupp Fördertechnik GmbH Essen ein. Ziel der Zusammenarbeit war der Aufbau und Betrieb einer großen Versuchsanlage für stetige Schiffsentladung sowie die Entwicklung eines praxistauglichen Auslegungsverfahrens für Hochleistungs-Schneckenförderer für Schüttgut. Weiterhin sollen an der Versuchsanlage Entladestrategien sowie zukünftige Automatisierungskonzepte entwickelt und untersucht werden. Die Konzeption und Konstruktion der Anlage wurde im November 1997 abgeschlossen, der Versuchsbetrieb wurde Mitte Juli 1998 aufgenommen.

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Im Herbst 2002 wurde die Anlage modifiziert und erweitert. Es ist nun möglich den bisher nur horizontalen Schneckenförderer auch bis max. 20° zur Horizontalen zu neigen. Zur Bestimmung des Füllungsgrades in der leicht geneigten Schnecke wurde zudem ein Messsystem der Firma HBM mit Wägezellen des Typs Z7-AD1/1T installiert.

Durch einen weiteren Umbau bis Frühjahr 2009 wird es dann auch möglich sein stark geneigte Förderung bis ca. 60° Neigungswinkel zu untersuchen. Dazu wird der horizontale Schneckenförderer durch einen neuen Hochleistungs-Schneckenförderer ersetzt, der stufenlos geneigt und um 180° gedreht werden kann.

Die Anlage wird über eine Siemens SPS SIMATIC S5-95U gesteuert. Diese ist über ein Bussystem PROFIBUS mit den Frequenzumrichtern der Anlage verbunden. Die Frequenzumrichter (SEW-EURODRIVE Movidrive) übernehmen nicht nur die Aufgabe der Drehzahlverstellung der Motoren, sondern erledigen auch noch eine Vielzahl von kleineren regelungstechnischen Aufgaben sowie die Aufnahme der Antriebsmomente der Motoren.

Die SPS und die Frequenzumrichter sind über einen RS-232 bzw. RS-485 Bus mit dem vorort stehenden PC verbunden. Dieser wird dadurch sowohl als Programmiergerät der Steuerung, als auch als Parametriergerät und Messwerterfassung der Frequenzumrichter verwendet.

Die Anlage erlaubt die Untersuchung von staubförmigem bis zu stückigem Schüttgut. Es können diskrete Massenströme und Drehzahlen angefahren werden. Über die Frequenzumrichter können die Antriebsmomente sämtlicher Antriebsmotoren gemessen und aufgezeichnet werden. Die Drehzahlen der Förderer sowie die Verfahrgeschwindigkeiten der Fahrwerksantriebe werden mit Inkrementalgebern gemessen.

Zur Messwerterfassung werden die Speicher der Frequenzumrichter genutzt. Diese erlauben die Aufzeichnung von je 2048 Messpunkten auf 20 verschiedenen Kanälen mit einer minimalen Abtastzeit von 1 ms.

 

Technische Daten

Grundfläche 144 m2
Förderleistung:100 t/h
Förderhöhe (Vertikalförderer):
7 m
Förderlänge (geneigter Förderer)
3 m
Eletrische Antriebe
50 kW

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